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Dipl.-Ing. Dr. techn. Sonja DallingerGeschäftsführerin RED Bernard GmbH

Rodel-, Bob- und Skeletonbahn

Im Zuge eines Forschungsförderungsprogramms wurde im Auftrag des Technologiezentrums Ski- und Alpinsport in Innsbruck und mit Unterstützung des Österreichischen Rodelverbandes eine Alternative zu den zeit- und vor allem kostenintensiven Ortbetonbahnen entwickelt. Dadurch soll der Rodel-, Bob- und Skeletonsport einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Als Ergebnis lag ein Baukastensystem vor, das mit vorgefertigten Betonfertigteilschalen die komplexe Geometrie einer Rodel-, Bob- und Skeletonbahn abbildet und mit einem adaptierten Kühlsystem und mit Ort- bzw. Spritzbetonergänzungen die Bahn vervollständigt. Diese Sprintkunsteisbahntechnologie wurde bereits 2011 am „59th FIL Congress“ in Berlin präsentiert.

Neben der besonderen Herausforderung an die komplexe 3D-Geometrie der Betonschalen, die mit dem 3D Konstruktionsprogramm CATIA gelöst worden ist, konnte auch die Herstellung dieser wenige Zentimeter starken Schalen realisiert und an 1:1-Prototypen erfolgreich getestet werden. Zusätzlich wurde in etlichen Versuchsreihen, bei denen auch Wärmebildkameras zum Einsatz kamen, das Kühlsystem optimiert, um beim vereisten Einsatz der Bahn den Energieverbrauch und damit die Kosten im Betrieb möglichst gering zu halten.

Mit einem vom Technologiezentrum entwickelten Simulationsberechnungsprogramm wurden bereits in der Planungsphase genaue Geschwindigkeits- und Beschleunigungsberechnungen durchgeführt. Dadurch wurde der Bahnverlauf ideal an die äußeren Bedingungen angepasst und auch die geltenden Bahnbaureglements berücksichtigt.

Darauf aufbauend wurden von uns bereits drei Bahnen geplant. Für die Bahn in Schliersee werden zurzeit die organisatorischen Weichen für die weiterführende Planung gestellt. Die Bahn in Bludenz/Hinterplärsch steht vor der Ausschreibungsplanung.